compagnie de résisdanse

Der Ballettsaal der Revolution

Franka, Rosa, Diana, Lotta, Paula und Anna lernten sich bei Ihrer Ballett-Ausbildung an der Kölner Akademie der Tänze kennen. Bereits bei der ersten Begegnung waren die sechs auf einer Wellenlänge. Man traf sich häufig zum abendlichen Austausch über Hebefiguren und die groß-politische Lage bei einer gepflegten Flasche Rotwein und fuhr auch gerne mal gemeinsam ans holländische Meer, um im Wasser zu trainieren. Obwohl dabei die eine oder andere Vorlesung auf der Strecke blieb, kam die Exmatrikulation aufgrund fehlender Leistungsnachweise für alle recht überraschend. Doch sie war eigentlich auch ein riesiges Glück, denn direkt nach dem Verlassen des Prüfungsamtes schworen sich die sechs, nun auf eigene Faust und ohne die störenden Regeln und Standards des klassischen Balletts, etwas völlig Neues zu entwickeln. Ihr Ballett wollten sie nicht mehr den elitären Kreisen anbieten, sondern mit ihren Inszenierungen politisch etwas bewegen.

Drei Jahre tourten sie durch die Republik und zeigten ihr Stück „L'état c'est toi“ in hunderten von Bürgerzentren, Jugendeinrichtungen und Antifa-Cafés. Gemeinsam mit einigen Bürgerrechtlern inszenierten die sechs Tanzaktivistinnen beim G8-Gipfel in Heiligendamm das „Ensemble der 1000 Tänzer – Schwitzen gegen den Klimawandel“. Damit gelang der Compagnie endlich der Aufsehen erregende Durchbruch. Wenig später bot sich die Gelegenheit, ein gerade geschlossenes Tanztheater in Bielefeld zu übernehmen. Die Sechs nutzten die Chance und eröffneten 2013 das „Theatre de la Résisdanse“, das sich voll und ganz dem politischen Tanz widmet. Wer aber denkt, die Compagnie hätte damit ihre "Street Credibilty" eingebüßt, täuscht sich gewaltig. Beim G8-Gipfel 2014 in Russland will die Compagnie mit mehr als 2.000 Laientänzern eine Adaption von "Schwanensee" auf dem Roten Platz tanzen. 


DAS ZIMMER


"Compagnie de Résisdanse" ist ein Schlafsaal (Dorm) für Frauen, in dem Ihr in einer der sechs Kojen für 20,- € pro Person und Nacht einchecken könnt. Jede Koje ist 1,40m breit und durch einen Vorhang schließbar. Mehr Privatsphäre geht kaum. Neben kostenloser Bettwäsche, einem großen abschließbaren Fach für Euer Gepäck und dem W-LAN-Zugang ist vor allem der Blick über den Kölner Süden eine Nacht bei den "Shakesperantos" wert. Hier die wichtigsten Fakten:

    • 1,40 Meter breite, nur nach vorne offene Koje
    • Bettwäsche inklusive
    • Vorhang an jeder Koje für mehr Privatsphäre
    • 8 abschließbares Gepäckfächer im Zimmer (kostenlos)
    • kostenloser W-LAN Zugang
    • gepflegte Etagenduschen / WC
    • 24 Std. Zugang für eingecheckte Gäste
    • Ab 20,- € pro Person und Nacht (zu besonderen Veranstaltungen in Köln gelten u.U. abweichende Preise)

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